Willkommen beim Lizardprojekt – einer Reise durch Ideen, Prototypen und kreative Bauprojekte zwischen Worcester, AfrikaBurn und NowHere.
Hier findest du Inspiration sowie Geschichten aus erster Hand: vom ersten Entwurf über Aufbau und Transport bis hin zu persönlichen Berichten vom Ort des Geschehens.
Die Seite befindet sich noch im Aufbau und wird Schritt für Schritt erweitert.
Im Oktober 2023 fragte Livia aus Namibia an, ob wir zwei Echsen für ein Labyrinth bei AfrikaBurn 2024 bauen könnten.
Wir sagten zu und entwickelten erste Konzepte für eine Umsetzung in Holz. Daraus entstand ein Entwurf, der an die ursprüngliche Vorstellung der Künstlerin angepasst wurde.
Der Prototyp mit Augen
Im November 2023 begann der Bau des Prototyps. Die Zeichnung wurde auf Platten übertragen und auf ein Format von 8 Metern Länge und 2,50 Metern Breite skaliert. Die Augen wurden mit einem 3D-Drucker gefertigt.
Bau in Worcester – mit Festool-Unterstützung
Mitte April 2024 reisten wir nach Kapstadt und brachten die Schablone aus Folie sowie die vier Augen mit. Vor Ort holten wir die Festool-Akkumaschinen beim Generalvertrieb ab – vielen Dank an M. Roussow für die Unterstützung.
Anschließend fuhren wir weiter nach Worcester (SA), wo der Aufbau stattfand. Nach einer Woche Bauzeit zerlegten wir die Echsen wieder und verluden sie auf zwei Pickups für den Weitertransport.
Der Burn
Nach fünf Tagen erhielten wir den Zeitpunkt unseres Burns und absolvierten eine Brandsicherheitsschulung bei der Feuerwehr.
Dann kam der Abend. Wir entfernten die Augen, da Kunststoff nicht verbrannt werden darf. Hunderte von Menschen umringten die Echsen.
Als wir das Feuer entzündeten, verstummte die Menge – einzig das Knistern der Flammen war zu hören. Ein wahrhaft magischer Moment.
Zurück blieb nur das Labyrinth im Boden.
Die Idee „Eyes who saw AfrikaBurn“
Die vier Augen kehrten mit uns von AfrikaBurn 2024 zurück – und mit ihnen der Wunsch, die Geschichte weiterzuerzählen. 2025 wollten wir die Echsen erneut entstehen lassen, diesmal auf dem größten Burnfestival Europas, und die Augen wieder einsetzen.
Im April kam die Zusage für Nowhere. Im Mai begann der Neubau. Ohne die in Südafrika verbliebenen Schablonen starteten wir noch einmal von vorne. Ende Juni waren beide Echsen vollendet.
Beim Nowhere Festival 2025
Nach dem Zerlegen und sorgfältigen Durchnummerieren der Puzzleteile verluden wir die Echsen in einen Anhänger und fuhren 1.400 Kilometer in die Monegros-Wüste in Spanien.
Dort bauten wir die Echsen wieder auf, während ein Künstlerteam aus London und Lyon ihnen eine farbige Gestaltung verlieh. Zwischen den Echsen errichteten wir eine kleine Bühne – und die Lizards wurden zu einem lebendigen Treffpunkt: für meine Zaubershows, eine Feuertänzerin und zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die sie auch als Sitzgelegenheiten während der atemberaubenden Sonnenuntergänge nutzten.
Rücktransport nach Annweiler
Nach dem Abbau in Spanien verpackten wir die Echsen erneut in unseren Anhänger und kehrten nach Annweiler zurück.
Im Mai hatte ich einen Zauberauftritt beim Fest im Park und erzählte unserer Bürgermeisterin Carmen Winter von dem Projekt. Sie stimmte zu, dass wir die Echsen der Stadt schenken und sie nach unserer Rückkehr in der Markwardanlage aufstellen dürfen.
Was uns bewegt
Kreativität trifft Gemeinschaft: Aus einer Idee entstand ein internationales Kunstprojekt.
Mut zur Reise: Von Namibia über Südafrika bis Spanien – und schließlich zurück nach Deutschland.
Ein Ort der Begegnung: Die Echsen wurden zu Bühnen, Treffpunkten und Sitzgelegenheiten – lebendig, mitten im Festivalgeschehen. Heute laden sie in der Markwardanlage Jung und Alt zum Sitzen, Spielen und Plauschen ein. Vielleicht erzählen euch die Augen, liebe Besucherinnen und Besucher, was sie alles gesehen haben…